| Titel | Zeit | Raum | Dozent*in |
|---|---|---|---|
| Partizipation in Praxis und Forschung | 20.03.2026 09:00 - 16:30 (Fr) | B 22 [26] B 23 [16] | Bethmann, Andreas Hilgenböcker, Elke |
| Partizipation in Praxis und Forschung | 21.03.2026 09:00 - 16:30 (Sa) | B 22 [26] B 23 [16] | Bethmann, Andreas Hilgenböcker, Elke |
| Partizipation in Praxis und Forschung | 16.04.2026 09:00 - 16:30 (Do) | Bethmann, Andreas Hilgenböcker, Elke | |
| Partizipation in Praxis und Forschung | 12.06.2026 09:00 - 16:30 (Fr) | Bethmann, Andreas | |
| Partizipation in Praxis und Forschung | 04.09.2026 09:00 - 16:30 (Fr) | Bethmann, Andreas Hilgenböcker, Elke | |
| Partizipation in Praxis und Forschung | 06.11.2026 09:00 - 16:30 (Fr) | Bethmann, Andreas | |
| Partizipation in Praxis und Forschung | 29.01.2027 09:30 - 16:30 (Fr) | B 22 [26] B 23 [16] | Bethmann, Andreas Hilgenböcker, Elke |
| Partizipation in Praxis und Forschung | 30.01.2027 09:30 - 16:30 (Sa) | B 22 [26] B 23 [16] | Bethmann, Andreas Hilgenböcker, Elke |

Foto: Martina Block
Sind auch Sie begeistert von der Idee, partizipativ zu arbeiten oder zu forschen? Und fragen Sie sich, wie man das eigentlich macht? Der Kurs Partizipation in Praxis und Forschung richtet sich an Menschen, die partizipative Prozesse initiieren, begleiten und moderieren wollen.
Wir erkunden Ansätze, die systematisch die Teilhabe von Nutzer*innen und Adressat*innen in Einrichtungen und Projekten des Sozial- und Gesundheitswesen fördern, um deren Lebensverhältnisse zu verbessern. Außerdem betrachten wir Partizipative Forschung, die sich durch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Praxiseinrichtungen und engagierten Bürger*innen auszeichnet. Diese erforschen gemeinsam soziale Problemfelder. Aus den so gewonnenen Erkenntnissen lassen sich innovative Lösungsstrategien entwickeln und die Qualität von Einrichtungen im Sinne der Nutzer*innen verbessern.
In dieser praxisnahen und eng an den Gegebenheiten der Teilnehmenden orientierten Weiterbildung werden konkrete Maßnahmen entwickelt, die es ermöglichen, die Nutzer*innen / Adressat*innen in die vielfältigen Prozesse einer Einrichtung oder eines Forschungsprojektes mit einzubeziehen. Sie dient der kritischen Reflexion und dem kollegialen Austausch der Teilnehmenden in Konzeption, Durchführung und Evaluation partizipativer Projekte in Praxis und Forschung. Sie wurde konzipiert, um die verschiedenen Dimensionen partizipativer Prozesse sowohl in den theoretischen Zugängen als auch mit Blick auf Erkenntnisinteressen der Teilnehmer*innen zu bearbeiten.
Voraussetzung zur Erlangung des Zertifikats ist neben der Teilnahme an den Modulen die regelmäßige Teilnahme an Intervisionsgruppen zwischen den einzelnen Modulen. Die Intervisionsgruppen dienen der gegenseitigen Unterstützung und kollegialen Beratung zwischen den Modulen. Darüber hinaus benötigt es die Bereitschaft zur Durchführung einer eigenen partizipativen Maßnahme. Da dies auch in Kleingruppen geschehen kann, ist es nicht zwingend notwendig, die Maßnahme in der eigenen Einrichtung oder im eigenen Projekt zu initiieren.
Ziele:
- Chancen und Risiken partizipativer Prozesse,
- Stärkung eigener partizipativer Kompetenzen
- Schärfung des Blicks für Partizipationsmöglichkeiten und Grenzen von Partizipation
- Kennen der Methoden und Konzepte, die in Zusammenhängen partizipativer Forschung angewandt werden können
- Wege zu einer strukturellen Partizipationskultur in der eigenen Arbeit entwerfen können
- Anwendung des Gelernten in einer eigenen partizipativen Maßnahme
- Entwickelung von Vorstellungen über fördernde und hemmende Faktoren - besonders über den Faktor Zeit in der Partizipation
- Partizipation als Faktor des Empowerments erfaren, bei sich selbst und anderen
Module und Termine:
Modul 1 | Konzept der Partizipation (2-tägig in Präsenz - 20./21.03.2026)
- Vorstellung der Teilnehmer*innen, gegenseitiges Kennenlernen
- Vorstellung des Curriculums
- Begriffsbestimmung Partizipation
- Grundbegriffe der Partizipation
- Einführung in die Partizipative Sozialforschung
- Vorstellung der Einrichtungen und Projekte durch die Teilnehmer*innen
- Vorüberlegungen zur Durchführung einer eigenen Maßnahme
- Bildung von Intervisionsgruppen
Modul 2 | Modelle und Grundsätze/Kernmerkmale PSF (1-tägig online - 16.04.2026)
- Partizipative Grundhaltung
- Zusammenarbeit in partizipativen Prozessen
- Einführung in die Partizipative Qualitätsentwicklung
- Kernmerkmale der Partizipativen Sozialforschung
- Konzipierung des eigenen Projektes
Modul 3 | Bestandsaufnahme und Projektplanung (1-tägig online - 12.06.2026)
- Einführung von partizipativen Elementen in einer Einrichtung
- Zusammenarbeit in partizipativen Prozessen
- Zielformulierungen
- Stand der Maßnahmen: Intervision im Plenum und in Kleingruppen
Modul 4 | Methoden und Methodenentwicklung (1-tägig online - 04.09.2026 )
- Methodenentwicklung in partizipativer Praxis und Forschung
- ausgewählte Methoden
- Stand der Projekte: Intervision im Plenum und in Kleingruppen
Modul 5 | Interessen, Abhängigkeit und Macht (1-tägig online - 06.11.2026)
- Reflexion von Interessen, Abhängigkeiten und Macht in partizipativen Prozessen
- Rollen und Rollenverständnis in partizipativen Prozessen
- Stand der Projekte: Intervision im Plenum und in Kleingruppen
Modul 6 | Impact und Nachhaltigkeit (2-tägig Präsenz - 29./30.01.2027)
- Impact und Impactmonitoring in partizipativer Forschung
- Nachhaltige Etablierung partizipativer Ansätze über die Forschung hinaus
- Qualitätssicherung und strukturelle Partizipationskultur
- Einzelpräsentation der Projekte
- Schlussfolgerungen für die eigene Praxis
Zielgruppe:
- Praktiker*innen aus dem Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen,
- Wissenschaftler*innen,
- Doktorand*innen und
- engagierte Bürger*innen der Zivilgesellschaft
Zulassungsbedingungen
- Bereitschaft zur Durchführung eines eigenen partizipativen Forschungsprojektes.
- Beantwortung eines Fragebogens erforderlich (verfügbar auf der Webseite mit dem Anmeldeformular).
Ort:
Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
Köpenicker Allee 39-57, 10318 Berlin
Die Hochschule ist barrierefrei.
Leitung:
Elke Hilgenböcker, Soziologin, Coach, über 25 Jahre Berufserfahrung in der Sozialpsychiatrie
Andreas Bethmann, M.A., langjährige Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit. Koordination des Forschungsverbundes „PartKommPlus“, der partizipative Forschungsansätze in der Gesundheitsförderung und Prävention anwandte.
Service:
- Service: Getränke und Obst
- Alumni der KHSB erhalten einen Rabatt in Höhe von 10 %.
- Für die Teilnahme an den Workshops können Berliner*innen nach dem Bildungszeitgesetz (BiZeitG) Bildungszeit nutzen (ohne Urlaub einzusetzen).