KHSB aktuell Nr. 4/2025

Liebe Studierende, liebe Kolleg*innen,

das Sommersemester neigt sich dem Ende zu – für Sie, liebe Studierende, beginnt nun die heiße Phase der Prüfungen. Wir wünschen Ihnen dafür gutes Gelingen, starke Nerven und das richtige Maß an Pausen und Erholung. Ihnen, liebe Kolleg*innen, danken wir ganz herzlich für Ihr Engagement in den vergangenen Monaten; ein besonders großer Dank allen, die mit so viel zusätzlichem Einsatz an der neuen Website mitgearbeitet haben – das Ergebnis werden wir in Kürze sehen. Wir wünschen Ihnen allen eine erholsame und inspirierende vorlesungsfreie Zeit und hoffen, dass alle auch Gelegenheit zum Durchatmen haben werden.

 

Herzliche Grüße

Professorin Dr. Gabriele Kuhn-Zuber (Präsidentin), Professorin Dr. Petra Mund (Vizepräsidentin), Professor Dr. Reinhard Burtscher (Vizepräsident für Forschung, Transfer und Weiterbildung) und Martin Wrzesinski (Kanzler)

 

PS: Der nächste Newsletter erscheint am 2. Oktober 2025. Wir freuen uns über Ihre Meldungen bis zum 25. September 2025 an presse@khsb-berlin.de.

Informationen der Hochschulleitung

Foto: KHSB/Dreistadt

 

  1. In der vorlesungsfreien Zeit ist es endlich so weit: Das Katholische Schulzentrum Edith Stein wird in das Gartengeschoss und teilweise in die erste Etage der Hochschule einziehen. Die Bauarbeiten sollen in der ersten Augusthälfte abgeschlossen sein und dann geht es los, sodass zum Schulstart am 8. September die Schüler*innen und Studierenden des KSES auf unserem gemeinsamen sozialen Bildungscampus beginnen können. Wir sind alle sehr gespannt und freuen uns, die Mitglieder des KSES bei uns begrüßen zu können.
  2. Die Wahlen zum Akademischen Senat, zum Erweiterten Akademischen Senat und zum Frauenrat sind abgeschlossen. Gleichzeitig endet für viele Gremien der Hochschule im Sommersemester 2025 die Amtszeit. Die meisten Mitglieder der Gremien für die Amtszeit Wintersemester 2025/2026 bis Sommersemester 2027 werden im Akademischen Senat im Oktober 2025 gewählt. Wer Lust und Freude an der Mitgestaltung der Hochschule im Bereich Lehre, Studium und Forschung hat, wer wissen will, wie Hochschule und Selbstverwaltung funktionieren, wer demokratische Prozesse voranbringen will, hat dazu viele Möglichkeiten: ob in der Kommission für Lehre und Studium, dem Prüfungsausschuss, der Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, der Praxiskommission, dem Wahlvorstand, der Kommission für Internationales oder dem Vertrauensrat – es gibt viele Möglichkeiten, mitzumachen und direkt Einfluss auf die Entwicklung der Hochschule zu nehmen. Wir freuen uns vor allem über engagierte Studierende. Nähere Informationen folgen im Laufe der vorlesungsfreien Zeit.
  3. Mit dem ersten gemeinsamen Workshop am 30. Juni haben die Evangelische Hochschule Berlin und die KHSB einen wichtigen Schritt in Richtung Promotionszentrum gemacht. 19 Teilnehmende brachten ihre Perspektiven ein und loteten Chancen für eine enge Zusammenarbeit bei interdisziplinären und interkollegialen Forschungs-, Transfer- und Publikationsaktivitäten aus. Im Herbst geht’s in die nächste Runde – mit dem Ziel, in zwei Jahren einen gemeinsamen Antrag für ein Promotionszentrum im SAGE-Bereich auf den Weg zu bringen.
Website-Relaunch | Neuer Look, neue Funktionen

Bild: KHSB

 

In wenigen Tagen startet unsere Website in einem frischen Design und mit verbesserten Funktionen neu! Unser Ziel ist es, Ihnen noch bessere Informationen, eine benutzerfreundlichere Navigation und ein modernes Erscheinungsbild zu bieten.

Während des Livegangs am 23. Juli 2025 kann es zu kurzen Ausfällen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis und freuen uns, Sie sehr bald auf unserer neuen Website begrüßen zu dürfen!

Bleiben Sie gespannt!

Rückblick | VoKo Promotion

Foto: privat

 

Am 9. und 10. Mai fand an der KHSB die VoKo oder auch Vorkonferenz für Promovierende und Promotionsinteressierte statt. Bei diesem niedrigschwelligen Peer-to-Peer-Format steht der Austausch unter Promovierenden und Promotionsinteressierten im Vordergrund.
In diesem Jahr war die KHSB Gastgeberin. Im Rahmen von Postersessions und Workshops hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich über die Dissertationsvorhaben sowie weitere Themen der Promovierenden auszutauschen. Der Präsentationswettbewerb bot spannende und prägnante Einblicke in die jeweiligen Dissertationsprojekte. Zudem wurde in einer Fishbowl-Diskussion das Thema „Promovieren in Zeiten globaler Krisen“ intensiv erörtert.

„Wir waren sehr froh, Susanne Koch von der Charité und scientist rebellion, Anja Eichhorn von der Universität Siegen und Vera Taube von der FH Würzburg-Schweinfurt für die Fishbowl-Diskussion zu gewinnen“, sagte das Orga-Team (Gesa Langhoop, Julia Märk, Maike Nadar, Vera Taube, Sara Nasri). „Auch über die Grußworte von Reinhard Burtscher von der KHSB und Christian Spatscheck von der DGSA haben wir uns sehr gefreut – und last but not least über die tollen Beiträge der Promovierenden in Workshops, in der Diskussion, im Präsentationswettbewerb und in Pausensequenzen. Wir freuen uns aufs nächste Jahr in Mönchengladbach (23.‒24. April 2026), wo wir wieder an der DGSA-Jahrestagung andocken werden.“

Internationales | International Week in Kopenhagen

Foto: privat

 

Unsere Professorin Dr. Inga Haese besuchte vom 7. bis 9. April unsere dänische Partnerhochschule, die Professionshojskole in Kopenhagen, und hielt im Rahmen der International Week einen Workshop über kollaborative Lehre am Beispiel der Feminist Neighborhood Method. Das Thema der diesjährigen Konferenz, „Strengthening our profession in a world of wicked problems“, bot reichlich Gelegenheit, sich darüber auszutauschen, wie sich Hochschulen durch Zusammenarbeit, Ideenaustausch und Best Practices gegenseitig unterstützen können.

 

Zurück kam Professorin Inga Haese mit jeder Menge positiver Eindrücke im Gepäck: „Jedes Jahr treffen sich dort Lehrende und Forschende sozialer Professionen aus aller Welt und inspirieren sich gegenseitig. Die Förderung über Erasmus+ wurde vom International Office exzellent vorbereitet und begleitet – sie ist sehr empfehlenswert. Die hochmoderne pädagogische Hochschule, im neu entwickelten Quartier der Carlsberg-Brauerei gelegen, beeindruckt mit transparenter Architektur, beneidenswert ausgestatteten Lernräumen wie dem ‚Classroom of the Future‘ oder dem ‚Play Lab‘ und aufgeschlossenen, hilfsbereiten Kolleg*innen. Kopenhagen verlässt man nicht ohne Überlegungen, ob wir nicht eine hohe Kletterwand an einer Gebäudeseite der Hochschule anbringen oder die Flure mit rundum gepolsterten Sitzgelegenheiten ausstatten sollten? Aber nicht nur die Hochschule, auch die städtische Architektur in Kopenhagen zeugt von Experimentierfreude und Designliebe. Auf einer Müllverbrennungsanlage wurde ein Steilhang zum Skifahren installiert und das Operncafé am Hafen gleicht einer in räumliche Realität übersetzten Walderfahrung. Es gibt kilometerlange Fahrradhighways, die ich mit einem hoteleigenen Fahrrad ausprobierte, wenn gerade kein Programm stattfand. Mit vielen interessanten Begegnungen und Anregungen zu empowernder Kollaboration in dieser Zeit voll von ‚wicked problems‘, so das Motto der Tagung, kehrte ich zurück an die KHSB. Lebenswerteste Stadt Kopenhagen? Nach Berlin unbedingt.“

Delegation des Ono Academic College zu Besuch

Foto:KHSB/Dreistadt

 

Am 7. Juli begrüßten wir eine Delegation von Lehrenden des Ono Academic College aus Israel bei uns in der Hochschule. Der Fokus der 14-köpfigen Besuchsgruppe von Sozialjurist*innen, die im Ono Center for Clinical Social Law tätig sind, liegt auf Teilhabe und der Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und vulnerablen Gruppen insgesamt.

 

Der Vormittag begann mit einer Einführung der Präsidentin in die Struktur der Hochschule und ihre Besonderheit als kirchlich gebundene Einrichtung, worauf verschiedene thematische Inputs durch unsere Lehrenden folgten. Nach einer Präsentation des Studiengangs BA Soziale Arbeit mit einem Schwerpunkt auf den Rechtsmodulen erläuterte Prof. Dr. Bernd Schlüter verfassungs- und europarechtliche Hintergründe sozialer Leistungen. Prof. Dr. Katja Robinson gab einen Überblick über die sehr komplexe Leistungsvielfalt und Kostenträgerlandschaft im Sozialrecht und im Recht für Menschen mit Behinderungen. Prof. Dr. Vera Munde brachte die Perspektive der Heilpädagogik auf die Teilhabeplanung und die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) ein. Im Anschluss hatten interessierte Hochschulmitglieder die Gelegenheit zum Meet & Greet im Senatssaal, um sich im entspannten Rahmen mit den Gästen zu Inhalten und Schwerpunkten ihrer Arbeit auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Die Delegationsleiterin, Dr. Judy Broder, bedankte sich sehr für den herzlichen Empfang und den spannenden Austausch mit den Kolleg*innen der KHSB.

Antonius*preis | Herzlichen Glückwunsch an die Preisträger*innen

Foto:KHSB/Dreistadt

 

Im Rahmen unserer Absolvierendenfeier im Mai wurden erneut der Antonius*preis verliehen und zwei herausragende Abschlussarbeiten und ihre Autor*innen gewürdigt: Leonie Treseler und Gina Emily Sommer.

Leonie Treseler fokussiert in ihrer von Prof. Dr. Vera Hähnlein und Margarete-Bettina Fraenkel betreuten Masterarbeit „Professionelle Betroffene oder betroffene Professionelle? – Über die Ressourcen und Schwierigkeiten der Selbstbetroffenheit von Sozialarbeiterinnen im Kontext der Beratung in Frauenhäusern“ das Thema der eigenen biografischen Betroffenheit von Fachkräften in sensiblen Beratungskontexten.

Gina Emily Sommer widmet sich in ihrer von Prof. Dr. Serafina Morrin und Judith Nölting betreuten Bachelorthesis „Kinder- und jugendgerechte Raumgestaltung von Kinderschutzteams“ einem bisher wenig beachteten Aspekt der Sozialen Arbeit: der Raumgestaltung von Kinderschutzteams in Jugendämtern, insbesondere im Hinblick auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in belastenden Lebenssituationen.

Gina Emily Sommer konnte aufgrund eines Praktikums in Sydney/Australien der Preisverleihung nicht persönlich beiwohnen. Stellvertretend für sie nahm Jolina Tiepelmann den Preis entgegen.

Es ist uns eine große Freude und Ehre, den Antonius*Preis an beide Absolventinnen zu verleihen. Der Preis umfasst die Veröffentlichung der Arbeiten, sodass auch die Fachöffentlichkeit von den Erkenntnissen lernen kann und dadurch Weiterentwicklungen in bzw. für die Praxis angestoßen werden können.

Wir gratulieren auch an dieser Stelle noch einmal herzlich zu diesen besonderen Leistungen und freuen uns, die zukünftigen Impulse unserer jungen Wissenschaftlerinnen zu sehen.

Dieser Preis wurde zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin in Zusammenarbeit mit dem Tectum Verlag ins Leben gerufen. In der Reihe „Young Academics: KHSB-Schriften zur gesellschaftlichen Teilhabe“ veröffentlichen wir jährlich zwei herausragende Abschlussarbeiten.

Gut zu wissen: Wir sind Teil des Netzwerks Hochschulen Sozialer Arbeit in Ostdeutschland gegen rechts

Foto:KHSB/Dreistadt

 

Am 13. Juni fand die 3. Arbeitstagung des Netzwerks Hochschulen Sozialer Arbeit in Ostdeutschland gegen rechts an der KHSB statt. Das Netzwerk hat sich im Sommersemester 2023 gegründet und bietet für Kolleg*innen aus Lehre und Forschung rund um Soziale Arbeit an (ostdeutschen) Hochschulen die Möglichkeit, sich über Erfahrungen und Strategien gegen Rechtsextremismus in Hochschulen und in der Gesellschaft auszutauschen. Ziel ist es, gemeinsam wirksame Strategien zu entwickeln, um in Lehre und Praxis handlungsfähig gegen extrem rechte Einflüsse zu bleiben und zu werden.

Das Netzwerk ist offen für Kolleg*innen aller „Statusgruppen“ an allen Hochschulen. Es ist seit April 2024 als Arbeitsgruppe des Fachbereichstags Sozialer Arbeit anerkannt.

Die KHSB ist künftig Mitglied des Netzwerks, interessierte Kolleg*innen sind herzlich zur Mitwirkung eingeladen. Darüber hinaus können Kolleg*innen an der internen themenbezogenen Vernetzung teilnehmen, geplant sind regelmäßige Treffen im Wintersemester. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Dr. Julia Reimer und Dr. Tanja Ehmann.

Mehr Informationen zum Netzwerk und zum Tagungsprogramm finden Sie auf unserer Website.

Neuigkeiten aus der Weiterbildung

Foto: KHSB

 

Erfolgreicher erster Durchlauf: Neue Workshop-Reihe für eine stärkere Fachkräftebindung wird fortgesetzt

 

Mit Sonnenblumen für jede*n Teilnehmer*in konnte am 4. Juli der letzte von drei Workshops unserer Reihe „Fit für die Praxisanleitung – Lernprozesse von Studierenden in der Praxis optimal begleiten“ abgeschlossen werden. Das Feedback der ersten zehn Praxisanleiter*innen war sehr positiv. Ihre Einrichtungen haben nun Mitarbeiter*innen, die auf ihre Rolle und die Aufgaben einer Praxisanleitung für Studierende gezielt vorbereitet sind. Dank der Weiterbildungsreihe stärkten die Teilnehmenden ihre sozialpädagogischen Kompetenzen und entwickelten sich fachlich und methodisch weiter, wie sie selbst mehrfach bestätigten. Die Teilnehmer*innen erfuhren, wie sie die Lernprozesse von KHSB-Studierenden in der Praxis ihrer sozialen Einrichtungen künftig noch besser begleiten und unterstützen können und damit entscheidend die langfristige Bindung der angehenden Fachkräfte mit ihren Sozialeinrichtungen prägen.

 

Wir freuen uns, dass die beiden Expertinnen Judith Nölting und Christina Schadt die drei zweitägigen Workshops dieser Reihe auch 2026 wieder übernehmen. Präsenz-Workshop 1 zielt auf die Stärkung des persönlichen und professionellen Selbstverständnisses von Praxisanleiter*innen, Präsenz-Workshop 2 auf die Praxisanleitung vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Arbeitsmarktes und Präsenz-Workshop 3 auf das Konzept des Voneinander-Lernens.

 

Die nächste Workshop-Reihe „Fit für die Praxisanleitung …“ startet im März 2026. Mehr Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf unserer Website.

Abschied und Neuanfang | Herzlicher Dank und neue tanz- und bewegungspädagogische Weiterbildungsangebote 2026 im Programm

Foto:KHSB/Dreistadt

 

Ein emotionaler Höhepunkt des diesjährigen Hoffests war die Verabschiedung unserer langjährigen Lehrbeauftragten und geschätzten Tanz- und Bewegungspädagogin im Weiterbildungsbereich, Marlies Dietz-Bester. Nach 30 Jahren an der Hochschule tritt die engagierte Dozentin in den wohlverdienten Ruhestand. Wir danken ihr von Herzen für ihre inspirierende Arbeit, ihre Leidenschaft und die vielen unvergesslichen Momente, die sie geschaffen hat.

 

Wir konnten zwei engagierte Tanz- und Bewegungspädagoginnen für ihre Nachfolge gewinnen, die für das kommende Jahr zwei neue Weiterbildungsangebote in diesem Bereich entwickeln werden.

Zukunft findet Stadt | 2026 im Blick

Bild: ZfS

 

„Zukunft findet Stadt“ schreibt 2025 zum zweiten Mal den Innovationsfonds aus. Gefördert werden innovative Lehr-, Studien- oder Forschungsprojekte, die sich mit Nachhaltigkeit, Klima und Gesundheit in Berlin beschäftigen. Die Fördersumme beträgt an der KHSB bis zu 10.000 €. Die vollständige Ausschreibung finden Sie hier als PDF zum Download.

Bewerbungen sind ab sofort bis zum 15. September 2025 möglich. Für Rückfragen steht Ihnen an der KHSB Yori Schultka zur Verfügung.

Online-Sprechstunde für Bewerber*innen:
Donnerstag, 4. September, 12.00 – 13.00 Uhr
Die Sprechstunde findet via Zoom statt. Den Link erhalten Sie durch Klicken auf das Datum oder per E-Mail an: delius@htw-berlin.de.

Weitere Informationen, FAQ und einen Rückblick auf die 2024 geförderten Projekte finden Sie unter https://zukunftstadt.berlin/innovationsfonds/ausschreibung-2025.

Save the Date:

In rund einem Jahr, vom 29. Juni bis zum 3. Juli 2026, findet wieder das Wissenschaftsfestival Transferale von „Zukunft findet Stadt“ in Berlin statt. Der thematische Schwerpunkt liegt dieses Mal auf den Themenbereichen Pflege und Gesundheitsberufe, Pflege der Zukunft, Gesundheit und Technik, alternde Gesellschaft, nachhaltige und klimaneutrale Stadt, Klimaanpassung und Ressourcenschonung.

Gut zu wissen: Neue Ansprechperson für Antisemitismus

Foto:KHSB/Dreistadt

 

Wir freuen uns, Ihnen die neue Ansprechperson für das Thema Antisemitismus, Dr. Tanja Ehmann, vorzustellen. Mit viel Engagement und Fachwissen – ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind u. a. politische Bildungsarbeit und Antisemitismuskritik – unterstützt und berät sie ab sofort bei Fragen rund um dieses wichtige Thema.

Warum ist diese Stelle wichtig?

Antisemitismus ist ein soziales Problem und Gewalt gegen Jüdinnen*Juden steht den ethischen Prinzipien und dem Professionsverständnis der Studiengänge an unserer Hochschule entgegen. Eine vom Präsidium beauftragte Ansprechperson kann beispielsweise daran mitwirken, dass im Rahmen von Entwicklungsprozessen zur hochschulkritischen Öffnung Antisemitismus in seinen je spezifischen Ausprägungen als Diskriminierungsform und als Indikator für eine Gefährdung der pluralen demokratischen Gesellschaft berücksichtigt wird und kein blinder Fleck bleibt (u. a. im Schutzkonzept oder in der Diversity-Strategie).

„Als Ansprechperson kann ich einen Beitrag dazu leisten, dass sich die Hochschule stärker damit beschäftigt, wie gemeinsames Engagement in Studium und Lehre gegen Antisemitismus gestaltet werden könnte. Eine Aufgabe besteht in der Netzwerkarbeit, um beispielsweise Erfahrungen und Best-Practice-Beispiele aus anderen Hochschulen zu multiplizieren und so Solidarität mit und Unterstützung von jüdischen Hochschulangehörigen und Verbündeten zu fördern, bestenfalls auch durch Kooperation mit Beratungsstellen wie OFEK e. V. Insgesamt ist die Stelle wichtig, weil sie eine sichtbare Haltung der Hochschule signalisiert, solidarisch mit Betroffenen zu sein, und die Hochschule sich als Organisation bereiterklärt, aktiv gegen jede Form von Antisemitismus vorzugehen“, erklärt Dr. Tanja Ehmann.

Ziel der KHSB ist es, ein offenes und sicheres Umfeld zu schaffen, in dem sich alle Menschen respektiert und geschützt fühlen. Wenn Sie ein Anliegen haben, Hinweise geben möchten oder Unterstützung benötigen, zögern Sie nicht, sich an Dr. Tanja Ehmann zu wenden. Gemeinsam setzen wir uns für Toleranz, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander ein.

Start des Werkstattprojekts „Digitale Daseinsvorsorge“

Foto: canva

 

Zum 1. Mai 2025 startete das Werkstattprojekt „Digitale Daseinsvorsorge als soziotechnische Innovation in sorgenden Gemeinschaften ländlich-peripherer Räume der Alterperimentale“.

Die Gewährleistung der Daseinsvorsorge und die Aufrechterhaltung formeller wie informeller Fürsorge- und Pflegeleistungen fordern ländlich-periphere Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels heraus. Zugleich bieten die Digitalisierung und technische Innovationen in Pflege, Versorgung und Mobilität neue Möglichkeiten. Hier setzt das Werkstattprojekt an. Es fragt danach, wie soziotechnische Innovationen gemeinsam mit älteren Menschen und denen, die für sie sorgen, entwickelt und so besser an kontextspezifische Bedarfe angepasst werden können. Das Projekt untersucht, wie solche von Nutzer*innen selbst mitentwickelten soziotechnischen Innovationen zur Schaffung bzw. Weiterentwicklung von sorgenden Gemeinschaften in ländlich-peripheren Räumen beitragen.

Ziele des Projekts sind:

  • bedarfsorientiert, akteurszentriert und kontextsensibel Infrastrukturen und soziale Dienstleistungen der Daseinsvorsorge mit soziotechnischen Innovationen zu verknüpfen,
  • mit regionalen Akteur*innen gemeinsam Ideen soziotechnischer Daseinsvorsorge in der Alterperimentale zu entwickeln und umzusetzen.

 

Zentral dafür sind die Praxisforschungsstellen in Heinersdorf, Cottbus und Görlitz, die als Denk- und Experimentierräume zugleich Orte bzw. regionale Ausgangspunkte der Praxisforschung des Projekts sein werden.

 

Kontakt zum Projekt:

Prof. Dr. Cordula Endter (Projektleitung), Angela Osterheider (Wissenschaftliche Mitarbeiterin), Katharina Schneider (Wissenschaftliche Mitarbeiterin) und Lola Kummer (Studentische Mitarbeiterin)

Digitaler Snack von SOLC | Rike Bradens Lieblingstools Etherpad und Jitsi

Bild: SOLC/privat

 

Welche digitalen Tools finden Menschen an der KHSB sinnvoll? Das Team SOLC fragt an dieser Stelle Kolleg*innen, welches Tool sie besonders gern nutzen. Das können von der KHSB bereitgestellte oder privat genutzte Programme und Apps sein.

 

Heute stellt Rike Braden, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte sowie Projektkoordinatorin bei SOLC, ihre digitalen Lieblingstools Jitsi und Etherpad vor.

 

Was ist Dein digitales Lieblingstool?

Meine beiden digitalen Lieblingstools sind Jitsi und Etherpad.

 

Wofür nutzt Du es?

Jitsi nutze ich gern für (oft spontane) Videokonferenzen in kleinerer Runde und Etherpad als gemeinsamen Notizzettel für die unkomplizierte Zusammenarbeit mit Kolleg*innen – wie Google Docs, aber eben ohne Google (weniger Formatierungsoptionen nehme ich dafür gern hin)!

 

Wie würdest Du das Tool einer anderen Person schmackhaft machen?

Ich mag es, wenn ich keine langen Anleitungen lesen muss, und ich mag es noch mehr, wenn ich mir zum Thema Datensicherheit keine Gedanken machen muss. Deswegen mag ich Programme wie Jitsi und Etherpad total gern – nicht lange suchen, sondern Seite öffnen, Namen vergeben und schon habe ich eine Videokonferenz oder ein Dokument zum gemeinsamen Arbeiten. Dazu muss ich dann nur noch den Link an die Person(en) schicken, die ich dabeihaben will, und schon läuft das. Und der große Vorteil: Beide Programme laufen über einen hochschuleigenen Server und werden von keiner Plattform automatisiert ausgewertet! Da sie aber für schnelle digitale Notizen und Gespräche gedacht sind, sollten bei vertraulichen Inhalten andere passwortgeschützte Plattformen genutzt werden.

 

Basics

Jitsi ist eine schnelle und einfache Webanwendung für kleinere Videokonferenzen und läuft datensicher auf eigenen KHSB-Servern. Sie eignet sich eher für kleinere Konferenzen. Ihr könnt hier unkompliziert eine Videokonferenz erstellen und den Direktlink benennen:

https://meet.solc-khsb.de/

 

Etherpad ist eine einfache, kooperative Online-Notiz-App zur zeitgleichen gemeinsamen Bearbeitung ohne Anmeldung. Ihr könnt unkompliziert ein KHSB-Etherpad erstellen. Dafür einfach ein Stichwort für den Link eingeben oder gleich mit „Neues Pad“ starten und einen langen, sichereren Link fürs Teilen nutzen:

https://etherpad.khsb-berlin.de/

Sie haben Fragen, Anregungen oder Lust, selbst ein Tool vorzustellen? Das SOLC-Team freut sich über eine E-Mail!

Studierendeninitiative | Arabischsprachkurs für Studierende

Foto: KHSB/Dreistadt

 

Besonderes Lernangebot: ein Arabischkurs, angeboten von Ahmed Abdulhay, einem Studierenden der Sozialen Arbeit an der KHSB und arabischen Muttersprachler. Mit seiner Leidenschaft für die arabische Sprache möchte Ahmed Abdulhay sein Wissen ehrenamtlich im Rahmen einer studentischen Initiative weitergeben und bietet einen Kurs speziell für unsere Hochschule an.

Der im Juli gestartete Kurs findet regelmäßig jeden Dienstag von 14 bis 15 Uhr während der Vorlesungszeit statt. Die genauen Räume werden auf dem Bildschirm im Foyer bekanntgegeben. In der vorlesungsfreien Zeit sind die Details mit dem Kursleiter abzustimmen.

Egal, ob Sie Anfänger*in sind oder Ihre Kenntnisse vertiefen möchten – dieser Kurs bietet eine tolle Gelegenheit, die arabische Sprache in einem freundlichen und motivierenden Umfeld zu lernen oder Kenntnisse darin zu verbessern.

Melden Sie sich jetzt an und sichern Sie sich Ihren Platz! Bei Fragen oder Interesse wenden Sie sich bitte per E-Mail an Ahmed Abdulhay.

„Solidarische Gärten, solidarische Ernte“ – Ein Blick auf die Tagung durch die Augen der KHSB-Studierenden

Foto: privat

 

Vom 27. bis 29. Juni 2025 fand in Berlin auf dem Neuen St.-Jacobi-Friedhof die Tagung der anstiftung und Xenion e. V. statt. Im Rahmen des Seminars „Sozialraumorientierung und Demokratieförderung“ von Prof. Dr. Inga Haese beschäftigten sich Masterstudierende der Präventiven Sozialen Arbeit mit Gemeinschaftsgärten als heilende Orte im Kontext von Migration, Flucht und Trauma.

Nach einem herzlichen Empfang starteten Expert*innen mit Vorträgen, z. B. über einen interkulturellen Garten in Berlin für bosnische Frauen oder gartentherapeutische Ansätze in Behandlungszentren. Es wurden auch Missstände in Berliner Flüchtlingsunterkünften thematisiert, bei denen Gemeinschaftsgärten als Zufluchtsorte eine wichtige Rolle spielen. Der Tag endete mit einer Heilkräuterführung im Hevrin Xelef Garten und einer Gedenkbaumeinweihung.

Am letzten Tag gab es im moderierten World Café lebhafte Diskussionen, z. B. zu Gartenzeremonien, sowie Workshops im Hevrin Xelef Garten, bei denen die Teilnehmer*innen Kräutertees selbst herstellten und mehr über das selbstorganisierte Apotheken-Projekt HEKAYAT erfuhren.

Das Fazit der Masterstudierenden ist eindeutig positiv:

Die Gedenkbaumeinweihung war einer der bewegendsten Momente der Tagung. Zwei Künstlerinnen sangen traditionelle Lieder, während sich die Gruppe um den bereits gepflanzten Baum versammelte. Die Atmosphäre war still, würdevoll – ein Zeichen für Erinnerung, Gemeinschaft und Hoffnung“, erzählt Gina.

Fabienne erklärt: „Mich hat besonders die Atmosphäre auf der Tagung fasziniert. Eine Mischung aus Emotionen und Expertise hing in der Luft und hat sich durch die verschiedenen Themen hindurchgezogen. Der Raum war offen, sich selbst mit den teils harten Realitäten von Menschen mit Fluchterfahrung auseinanderzusetzen und die verschiedenen Eindrücke miteinander zu verarbeiten. Es war eine tolle Gelegenheit, Projekte, Aktivist*innen und verschiedene Biographien kennenzulernen."

Ich empfand den Tagungsbesuch als einen unglaublich interessanten Einblick in das Thema Gemeinschaftsgärten und inwiefern diese einen Ort der Heilung und Ruhe darstellen können. Dabei habe ich einen bedeutenden Einblick bekommen, wie sich Akteur*innen dafür engagieren, diese Orte aufzubauen und zu erhalten. Ich finde es sehr wertvoll, dass Menschen mit Fluchterfahrung dort zusammenkommen und Solidarität erleben. Ein besonders eindrückliches Beispiel für eine gelebte Solidarität ist, wie das bereits vorhandene Wissen über Heilkräuter in den Gärten als Ressource genutzt und mit anderen geteilt wird, zum Beispiel, indem Kräutertees in dem Gemeinschaftsgarten hergestellt werden und an Frauen in Geflüchtetenunterkünften verschenkt werden,“ findet Emily.

Freies WLAN mit freifunk.net

Bild: freifunk.net

 

In Zusammenarbeit mit der Initiative freifunk.net bietet die KHSB ab sofort freies Internet ohne Log-in an.

Studierende, aber auch externe Besucher*innen, benötigen in den Hochschulräumen wie der Bibliothek oder bei Veranstaltungen in der Aula oft einen niedrigschwelligen Internetzugang. Auf Anregung der Bibliothek kann nun ein erster schneller und offener WLAN-Zugang dort angeboten werden. Ein weiterer Zugang bei Veranstaltungen der KHSB ist ebenfalls möglich.

Für die Nutzung einfach das WLAN-Netz „berlin.freifunk.net Encrypted“ auswählen (bevorzugt mit modernen Geräten – bei älteren Geräten „berlin.freifunk.net“) und verbinden. Es ist kein weiterer Log-in nötig.

 

Für dieses Angebot arbeitet SOLC mit der KHSB-IT auf dem offenen Router OpenWRT One direkt mit Administrator*innen des freifunk.net zusammen.

Willkommen an unsere neue Mitarbeiterin | Dr. Katharina Schneider

Foto:KHSB/Dreistadt

 

3 Fragen an Katharina Schneider, die seit dem 1. Juni als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der KHSB am Werkstattprojekt Digitale Daseinsvorsorge und am Aufbau der Praxisforschungsstelle Görlitz beteiligt ist. Beide Projekte sind Teil der T!-Raum Initiative AlterPerimentale, in der ko-kreative Formate entwickelt und ausprobiert werden, die gutes Altern in ländlich-peripheren Räumen unterstützen. Sie fokussieren auf sozio-technische Innovationen mit und für ältere Menschen und sorgende Gemeinschaften.

 

Wer bin ich?

Als Sozialanthropologin habe ich ethnografische Forschungen mit Fischern in Papua-Neuguinea und Indonesien durchgeführt. Außerdem habe ich in der Erwachsenenbildung in Berlin und Brandenburg und im Zivilen Friedensdienst in verschiedenen Ländern in der Konflikttransformation und Friedensbildung gearbeitet, mit thematischen Schwerpunkten auf Gender und Mensch-Umwelt-Beziehungen.

 

Was ist meine Leidenschaft?

Fischmärkte und die Menschen, die ich dort treffe. Mich interessieren ihre von außen nicht unbedingt sichtbaren Formen sozialen Zusammenlebens und ihr oft kreativer Umgang mit Stereotypen und Ausgrenzungen. Daraus folgt ein breiteres Interesse an ethnografischem Arbeiten in sozialen Formationen in peripheralisierten Räumen und Sektoren, auch jenseits der Fischerei.

 

Worauf freue ich mich besonders an der KHSB?

Besonders freue ich mich auf ko-kreative Prozesse im Gebiet der AlterPerimentale und die kritische Reflexion der Rolle von Wissenschaftler*innen im Zusammenspiel von Digitalem, Demografischem und Strukturwandel in einem interdisziplinären Team.

Willkommen an unsere neue Mitarbeiterin | Louise Herde

Foto:KHSB/Dreistadt

 

3 Fragen an Louise Herde, Mitarbeiterin für die Verwaltung der Forschungs- und Transferarbeit im ICEP

Wer bin ich? 
Mein Name ist Louise Herde und ich bin angehende Soziologin mit dem Fokus auf Technik- und Innovationssoziologie. Seit Anfang Mai arbeite ich als Mitarbeiterin für Verwaltung und Forschungstransfer am ICEP. Durch meine bisherige Arbeit für die AG Gentechnologiebericht am Berlin Institute of Health at Charité konnte ich bereits wertvolle Erfahrungen im Forschungsmanagement sammeln und freue mich darauf, diese Erfahrungen am ICEP einzubringen und mich weiterzuentwickeln.

Was ist meine Leidenschaft?
Meine Leidenschaft gilt der Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen an der Schnittstelle von Ethik, Politik und Technik. Aktuell schreibe ich meine Masterarbeit zum Thema Verkehrswende und Elektromobilität und darf mich dabei mit Bestandteilen des technologischen und gesellschaftlichen Wandels beschäftigen. Als Ausgleich und fernab des Arbeitsalltags genieße ich es, in der Natur unterwegs zu sein, zu wandern, zu reisen und gesellige Momente mit Freund*innen und Familie zu verbringen.

Worauf freue ich mich an der KHSB?
Ich liebe es, mich mit neuen Themengebieten und Blickwinkeln auseinanderzusetzen, und freue mich darauf, an der KHSB in einem inspirierenden Umfeld zu arbeiten. Durch die forschungs- und gleichzeitig praxisnahe Arbeit sowie das Begleiten von spannenden Publikationen und Veranstaltungen am ICEP hoffe ich, meine eigenen Kenntnisse und Sichtweisen erweitern zu können. Besonders freue ich mich dabei auf den Austausch mit Kolleg*innen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Katholisch?! | Langsame Überwindung der Verdrängungsgeschichte: Apostelinnenfest Maria Magdalena

Foto: canva

 

Katholisch sein – was heißt das eigentlich? Der Träger unserer Hochschule ist das Erzbistum Berlin – wir sind eine konfessionelle Hochschule, die den christlichen Werten der Nächstenliebe, der Achtung der Menschenwürde eines jeden Individuums und des Respekts vor den anderen verpflichtet ist. Hier zu lernen, zu lehren und zu arbeiten bedeutet nicht unbedingt, den Glauben persönlich zu teilen, sondern vielmehr, seine Bedeutung zu kennen. Christine Funk erklärt in dieser Rubrik assoziativ-erhellend katholische Traditionen und Positionen. In dieser Folge erkundet sie das am 22. Juli zelebrierte Apostelinnenfest Maria Magdalena.

In den Traditionen der katholischen Kirche spielten und spielen die Heiligen-Gedenktage eine große Rolle. Sie werden auch als Namenstage von Menschen, die den jeweiligen Heiligennamen tragen, gefeiert. Beispielsweise Patrick am 17. März, Georg am 23. April, Katharina am 29. April oder 25. November, Elisabeth am 19. November.

Als Heilige verehrt die kirchliche Erinnerung Menschen, die in besonderer Weise das zum Ausdruck brachten, was in ihrer jeweiligen Zeit als exemplarisch und hervorragend christlich galt, und die als Vorbilder eine Rolle spielten oder spielen. Mit der Feier der Heiligenfeste erhält das Jahr zusätzlich zu den großen kirchlichen Festen weitere Anlässe, nicht nur Feste zu feiern, sondern sich auch in der Lebenspraxis weiterzuentwickeln.

Ergänzend zum in der katholischen Kirche sogenannten Hochfest Peter und Paul am 29. Juni hat der verstorbene Papst Franziskus im Jahr 2016 das Fest der „Apostelin der Apostel“ kreiert, indem Maria Magdalena, deren Fest am 22. Juli gefeiert wird, in den Rang der „Apostelfürsten“ (bisher Peter und Paul) gehoben wurde.

Damit gibt es ein neues Fest, das Entwicklungspotenzial in sich trägt: die Verdrängung der Frauen aus der Erinnerungsgeschichte (nicht nur) der Kirche zu beenden. Und ein Anlass, zu feiern, dass gelingende Partnerschaftlichkeit dominanzfrei und gemeinschaftsstiftend leben kann! Dass im Umfeld Jesu und Maria Magdalenas solches erfahrbar war, legen Textfunde in koptischer Sprache aus dem oberägyptischen Nag Hammadi nahe, die aus dem 4. Jh. stammen und griechische Texte aus dem 2. Jh. übersetzen. Nicht nur feministische Theolog*innen haben darüber gearbeitet.

Es wäre schön, wenn viele dazu beitragen würden, die kirchliche Erinnerungsgeschichte mit dem Gewicht der Apostelin Maria Magdalena endlich in eine gleichberechtigte Vielstimmigkeit zu bringen, die das Erzählen vom Wirken des lebenspendenden Gottesgeistes nicht hierarchisch auf Männlichkeit verengt.

Save the Date | Präsidiumsfeier

Bild: canva

 

Am 7. Oktober 2025 findet die feierliche Antrittsfeier des Präsidiums der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin zur neuen Amtszeit statt.

Seien Sie dabei, wenn Prof. Dr. Gabriele Kuhn-Zuber (Präsidentin), Prof. Dr. Petra Mund (Vizepräsidentin für Studium und Lehre) und Prof. Dr. Reinhard Burtscher (Vizepräsident für Forschung, Transfer und Weiterbildung) offiziell in ihre zweite Amtszeit von September 2025 bis August 2029 eingeführt werden.

Weitere Details folgen – wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Filmtipp: Dokumentation über selbstbestimmte Sexualität im Alter

Screenshot

 

Vor zehn Jahren entstand im Rahmen eines Studierendenprojekts die vielbeachtete Dokumentation „Die Zeit ist reif für eine selbstbestimmte Sexualität im Alter“. Drei KHSB-Studierende (Maren Kühnemann, Fabian Korpok und Merlin Perowanowitsch) begleiteten und interviewten für dieses bislang einzigartige Filmprojekt Expert*innen und Privatpersonen zu sexuellen Bedürfnissen, Angeboten und Dienstleistungen und berücksichtigten dabei auch die Perspektive der Alten- und Behindertenhilfe.

 

Der bisher nur auf DVD erhältliche 70-minütige Film ist inzwischen vergriffen. Daher begrüßten die Filmemacher*innen die Idee, den Film online zu veröffentlichen, um den Zugang zu erleichtern und die Sichtbarkeit des Themas zu erhöhen. Denn es gibt immer wieder Nachfragen zum Film und nach wie vor steht nicht viel Material zu diesem Thema zur Verfügung.

 

Dank der technischen Unterstützung von Robert Karpinski (Projekt SOLC) konnte der Film umgewandelt und auf dem YouTube-Kanal der KHSB veröffentlicht werden.

Schauen Sie rein:

 

Unsere Bibliothek bietet den Film außerdem als Doppel-DVD zur Ausleihe an.

Hörtipp | Folge 2 des Wissenspodcasts „Gemeinsam weiterdenken hoch6“

Copyright: HWR

 

Die zweite Folge des kooperativen Podcast-Formats der Berliner Hochschulen für angewandte Wissenschaften „Gemeinsam weiterdenken hoch6“ ist veröffentlicht.

In der aktuellen Folge spricht Sibylle Baluschek von der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) mit Dr. Juliane Karakayali (Professorin für Soziologie im Studiengang Soziale Arbeit an der EHB) über Rassismus im schulischen Kontext. Im Zentrum stehen dabei die Perspektiven von Lehrkräften, Schulleitungen und Schüler*innen – und die Frage, warum es trotz langjähriger Debatten noch immer an verbindlichen Handlungskonzepten fehlt.

Im zweiten Teil der Podcast-Folge diskutiert Denis Demmerle von der Wissenschaftskommunikation der Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH) mit Dr. Heinz Stapf-Finé (Professor für Sozialpolitik an der ASH) darüber, wie demokratieferne Einstellungen entstehen: Welche sozialen und regionalen Faktoren begünstigen demokratische Distanz – und welche Rolle kann Bildung in diesem Kontext spielen?

Hören Sie rein: Der Podcast ist auf den üblichen Plattformen zu finden oder auch direkt auf der HWR-Website anzuhören.

Aktuelle Stellenausschreibungen der KHSB

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Wir suchen Verstärkung für unser Team. Folgende Stellen sind derzeit an der KHSB ausgeschrieben:

Eine Übersicht der aktuellen Jobausschreibungen der KHSB finden Sie hier.
Externe Stellenausschreibungen für Studierende finden Sie hier.

Neu erschienen

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Kuhn-Zuber, Gabriele (2025): Menschen mit Behinderungen. In: Uwe-Dietmar Berlit/Wolfgang Conradis/Andreas Kurt Pattar (Hrsg.), Handbuch Existenzsicherungsrecht, 4. Auflage. Baden-Baden: Nomos. Verlagswebsite

Rasch, Laurette (2024): Kooperation von Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheitssystem. In: Public Health Forum, Band 33, Heft 2. Berlin: De Gruyter. Download

Tan, Run; Devarakonda, Chandrika; Rothe, Antje (2024): How is inclusion defined on the early childhood level in China, Germany and the UK: a systematic literature review. In: International Journal of Early Years Education. https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/09669760.2024.2368041

Zahl des Monats | 5.622 km

Screenshot

 

Während in Frankreich die Radler bei der Tour de France in die Pedale treten, blicken wir zurück auf die Stadtradeln-Aktion, die im Mai und Juni in Berlin stattfand.

Stolze 5.622 Kilometer legten die 33 aktiv Radelnden im Hochschulteam der KHSB innerhalb von 3 Wochen zurück (zum Vergleich: 2024 waren es 4.105 Kilometer von 30 Radelnden). Das „gelbe Trikot“ sicherte sich in diesem Jahr Martin Wrzesinski, wenn auch mit leichtem „E-Rückenwind“, aber dennoch mit fantastischen 618 Kilometern – Chapeau!

 

Mit dabei waren in Berlin übrigens auch Hochschulteams der anderen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (KHSB, EHB, HTW, HWR, BHT), die im Projekt Zukunft findet Stadt vernetzt sind. Addiert man deren Ergebnisse, kommt man auf 57.251 Kilometer – das ergäbe den 12. Platz berlinweit. Die vollständige Auswertung findet sich hier: https://www.stadtradeln.de/berlin.

Für Geist und Seele

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„Wir sind nicht allmächtig, wir sind nicht ohnmächtig, wir sind teilmächtig; teilwirksam.

Diese Freiheit dürfen wir uns nicht nehmen lassen.“ Ruth Kohn (1912‒2010)

 

Im Semester findet jeden Mittwoch zwischen 11.45 und 12 Uhr eine Mittagsmeditation in der Kapelle statt. Eine Viertelstunde zum Innehalten vom Studienalltag – ein spiritueller Mittagsimpuls für alle.

Der letzte Termin für die Mittagsmeditation in diesem Sommer ist der 23. Juli. Alle sind herzlich willkommen, schauen Sie vorbei!